

Slowenien ist zwar ein kleines Land, aber landschaftlich sehr vielfältig. Mit seinem nordöstlichen Teil berührt es die Pannonische Tiefebene, im Nordwesten erhebt sich die Alpenregion der Steiner Alpen, Karawanken und Julischen Alpen, und im äußersten Südwesten wird es von der Adria bespült. Zwischen Alpen und Adria erstreckt sich in sogenannter „dinarischer“ Richtung die breite Zone des slowenischen Karstes, ein Teil des mächtigen Dinarischen Gebirges. Es ist dies eine vorwiegend aus Kalkstein aufgebaute Landschaft mit Karsterscheinungen an und unter der Erdoberfläche.
Diese eigentümlicher Landschaft heißt Karst. Im slowenischen Karst begann im 19. Jahrhundert die wissenschaftliche Erforschung der ober- und unterirdischen Formen. Die zwischen Triest und Vrhnika gelegene Landschaft Kras mit Postojna im Mittelpunkt wurde zum Klassischen Karst und ging als Terminus für besondere Formen im Kalkstein in die internationale geografische Literatur ein.
Bei der Erkundung der Höhlenwelt stoßen wir häufig auf große Überraschungen. Im Karstuntergrund treten Erscheinungen zutage, von denen wir uns schwerlich ein Bild machen können, wie und wann sie die Natur geschaffen hat, wobei uns die diversen Sinterbildungen, die Motive aus der Natur nachahmen, zuweilen den Atem verschlagen. Die Höhlenwelt im Karst ist voller verschiedenartiger Karsterscheinungen wie Höhlen, Höhlengewässer und wunderbarer Steinskulpturen. Sie bietet Lebensraum auch zahlreichen Höhlentieren, von denen nachweislich die meisten in der Höhle von Postojna gefunden worden sind. Das bekannteste und größte Höhlentier ist natürlich der Grottenolm.